MRGN auf dem Vormarsch – intelligente Lösungen werden dringend gebraucht!

 

Nosokomiale und ambulant erworbene Infektionen stellen nach wie vor die größte Herausforderung für das Gesundheitswesen dar.

Wenn auch aktuelle Meldungen über rückläufige Zahlen von MRSA-Infizierten in Deutschland auf greifende Gegenmaßnahmen hindeuten, so sind doch multiresistente gramnegative Erreger (MRGN) weiter auf dem Vormarsch - Infektionen durch diese Erreger haben weltweit dramatisch zugenommen.1 Auch die Umwelt ist bereits mit den gramnegativen Problemkeimen belastet, wie Gewässerproben in verschiedenen Orten in Niedersachsen zeigten.2

 

Die möglichen Übertragungswege, die letzendlich im medizinischen Bereich zur besonderen Gefährdung geschwächter Patienten oder Frühchen führen, sind vielfältig – direkt von Mensch zu Mensch,  ebenso durch Aerosole, Staub und Tröpfchen sowie Kontakt mit infizierter Umgebung. Der notwendige Antibiotikaeinsatz zur Behandlung kolonisierter und infizierter Personen führt zum Selektionsdruck und zur Resistenzentwicklung der pathogenen Keime. Bakterien, deren Resistenzgene z.B. auf Plasmiden lokalisiert sind, können trotz Spezies-Barrieren diese genetische Information auch noch auf andere Bakterien übertragen, Biofilme auf feuchten Oberflächen fördern diesen Gentransfer.

 

Es ist daher von besonderer Bedeutung, Keimreservoire in klinischen Bereichen zu identifizieren und dauerhaft auszuschließen. Untersuchungen zu Ausbrüchen mit gramnegativen Erregern haben eine Reihe von Reservoiren in Krankenhäusern aufgedeckt, so auch immer wieder Waschbecken-Siphons, die bei Wasserzulauf bekanntermaßen infektiöse Aerosole emittieren können.

 

Unser MoveoSiphon ST 24

 

ist ein selbstdesinfizierender Geruchsverschluss, der – unter Waschbecken anstelle der herkömmlichen Geruchsverschlüsse angebracht - das Wasser im Siphon als Erregerquelle effektiv und dauerhaft ausschließt. Kontinuierliche Desinfektions-Reinigungszyklen sorgen dafür, dass Keime, die in das Sperrwasser gelangen, abgetötet werden. Gleichzeitig wird die Biofilmbildung unterbunden und so einem möglichen Resistenzgentransfer vorgebeugt.

Der sonothermische Geruchsverschluss bewährt sich bereits seit mehr als 10 Jahren in klinischen Einrichtungen. Im Zusammenwirken mit Standardhygienemaßnahmen werden durch den Einbau des MoveoSiphon nachweislich Patientenkolonisierung und Infektionen durch Wasserkeime vermindert, der Antibiotikaverbrauch gesenkt und die Patienten-Isolationstage verringert.3,4

 

Der MoveoSiphon ist ein patentiertes, chemikalienfreies System zur effektiven Infektionsprävention. So werden im GMS Consensus Report selbstdesinfizierende Geruchsverschlüsse zur Reservoir-basierten Prävention durch hygienisch intelligente Sanitäreinrichtungen aufgeführt.5 Die DGKH-Empfehlung zu Pseudomonas aeruginosa und die KRINKO-Empfehlung bzw. AWMF-Leitlinie zur Händehygiene empfehlen selbstdesinfizierende Geruchsverschlüsse für Hochrisikobereiche wie Intensiv-Neonatologie, Verbrennungseinrichtungen und Hämato-Onkologie, aber auch für Mukoviszidosepatienten und zur Prophylaxe von Pseudomonas-Infektionen. 6,7,8

 

Gerne informieren wir Sie auch zu den technischen Details unseres automatischen Desinfektionsgerätes. Senden Sie uns Ihre Anfragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie uns einfach an.

 

 

 

Quellen:

1Fachkongress der DGHM in Bochum/2018 (Ärzte Zeitung online, 20.02.2018)

2Pharmazeutische Zeitung, 07/2018

3Sissoko und Sütterlin (2004), DGKH-Kongress Berlin

4Monatszeitschrift Kinderheilkunde (2013), Suppl 2, DGKJ-PO-12-11

5Exner et al., GMS Hygiene and Infection Control 2017, Vol.12

6KRINKO, Bundesgesundheitsbl 2016 (59),1189-1220

7AWMFLeiitlinie Nr. 029/027

8Exner et al., Hyg Med 2016; 41-4