Funktionsweise und wichtigste Fakten

Der Problembereich

Geruchsverschlüsse unter Waschbecken im Klinikbereich sind offene Erregerreservoire und emittierende Keimquellen. Sie enthalten durchschnittlich 105-1010 KBE/ml Bakterien, darunter 103-106 KBE/ml gramnegative Stäbchen.1,2,3

Durch Wasserzulauf in den Geruchsverschluss bilden sich an der Oberfläche der Sperrflüssigkeit Aerosole, welche die Keime bis zu 1,5 Meter im Umkreis aus dem Siphon emittieren können. Bei bakterieller Kontamination der Sperrflüssigkeit mit >105 KBE/ml gelangen so viele Mikroorganismen in die Raumluft, dass eine messbare Übertragung von Keimen aus der Sperrflüssigkeit auf die Hände des Patienten oder des Pflegepersonals stattfindet.2,5,6

Zahlreiche klinische Untersuchungen belegen:
Herkömmliche Geruchsverschlüsse genügen den notwendigen hohen Anforderungen der Hygiene in der invasiven Intensivmedizin nicht.4,5

Das MoveoSiphon-Wirkprinzip 

Die Thermo-Desinfektion mit dem MoveoSiphon erfüllt mindestens die Anforderungen an den technischen Prozess des Pasteurisierens in Form der Hocherhitzung (10 bis 15 Sekunden bei 85°C). Dabei erfolgt ein Hochheizen auf die eingestellte Solltemperatur (85°C) und eine langsame Abkühlung während der nachfolgenden Vibrationsreinigung. Beim Erreichen der eingestellten Minimaltemperatur (75°C) beginnt der Heizprozess und damit der Desinfektions-Reinigungs-Zyklus erneut.

Wenn keine Unterbrechung durch erneuten Wasserzufluss erfolgt, ist der Gesamtprozess nach 5 - 6 Zyklen in der Dauer von ca. einer Stunde abgeschlossen und der MoveoSiphon bleibt inaktiv, bis erneut Wasser zufließt.

Quellen 

1) von Saene et al. (1989), Epidem. Inf. , 102: 231-238
2) Döring et al. (1991), Zbl. Hyg. 191: 494-505
3) Sissoko et al. (2004), Hygiene & Medizin, 29 (12): 451-455
4) Sissoko et al.(2005), Hygiene & Medizin, 30 (4): 72-76
5) Kramer et al. (2011), Krankenhaus- und Praxishygiene, 2.Aufl age, Verlag Urban & Fischer, München
6) Döring et al., Epidemiol. Infect. (1993), 110: 427-43

Die wichtigsten Fakten zum MoveoSiphon ST24

Die fortlaufende Desinfektion des Siphons findet ohne den Einsatz von Chemikalien statt. Sie leisten nicht nur etwas für Ihre Patienten, sondern auch für die Umwelt.

Der MoveoSiphon desinfiziert die Sperrflüssigkeit in Geruchsverschlüssen kontinuierlich und vollautomatisch durch thermische Desinfektion.

Mit dem MoveoSiphon wird eine Keimreduktion um 7 LOG-Stufen erreicht. Die im Wasser des Siphons enthaltenen Keime werden um 99,99999 % reduziert.1

Die elektromechanische Reinigung der Siphon-Innenwand verhindert die Entstehung von Biofilmen.

Dank des einzigartigen Wirkprinzips sind die Keime bereits nach dem ersten Desinfektionszyklus effektiv reduziert.1

Die Patientenkolonisierung und das Auftreten von nosokomialen Infektionen durch Wasserkeime wird um 50-70 % vermindert.2

Mit dem Einsatz des MoveoSiphon senken Sie den Antibiotika-Verbrauch um 30 % und die Isolationstage Ihrer Patienten um 35 %.3

 


1) Hygiene Nord GmbH/Greifswald, Prüfbericht A 13228, 17.12.2013

2) Sissoko und Sütterlin (2004), Vortrag 7. internationaler Kongress der
Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene DGKH, Berlin 

3) Monatsschrift Kinderheilkunde 2013 (Suppl 2) DGKJ-PO-12-11

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